Gestern veröffentlichte der Film- und Kulturkritiker Rüdiger Suchsland bei Telepolis eine Rezension zu Franny Armstrongs Dokumenarfilm "The Age of the Stupid". Auch hieran zeigt sich nach Suchslands Kritik an Carl-A. Fechners 'in der Form unsympathischem' Dokumentarfilm "Die 4. Revolution - Energy Autonomy" (Telepolis vom 19.03.2010) eine aufkommende Tendenz zu geschmacklich schlecht gestalteten und künstlerisch minderwertigen Dokumentarfilmwerken zu den allerwichtigsten Themen der Zeit. Dieser Trend ist bemerkenswert, weil wir beim Globians Doc Fest Projekt im Auswahlprozess sehen, dass es dokumentarfilmisch auch anders und künstlerisch besser geht, neue Ansätze zu den allerwichtigsten Fragen der Zeit aufzuzeigen.
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Samstag, 5. Juni 2010
Montag, 12. Oktober 2009
Kulturelles Driften
Gleich drei Mal bin ich heute auf "Kulturelles Driften" als schleichender, derzeit vorherrschender Kulturprozess gestoßen. Einmal ist mir die diesjährige Film-Ausgabe des BELIEVER Magazins aus San Francisco erneut in die Hände gefallen, mit dem sehr lesenswerten Beitrag von C.S. LEIGH über "CONTEMPLATING THE NEW PHYSICALITY OF CINEMA".
Zum anderen hat sich Rüdiger Suchsland gestern und heute in TELEPOLIS detailliert, vielschichtig und nuanciert über "Polanski und seine Feinde" geäußert; ein Beitrag, der den "Fall Polanski" eher als einen Fall durch "Kulturelles Driften" erkennen lässt.
Dass schließlich aus dem Wesenskern politischer Repräsentation im Nationalstaat eine zunehmend identitätslose Hülle gemäß dem "Malen nach Zahlen" geworden ist, scheint mir nach aktuellen Farbenspielereien auf den Paletten von Schwarz-Gelb-Grün, über Rot-Rot-Grün, Schwarz-Rot, Rot-Rot, Schwarz-Gelb bis zu Rot-Grün ein weiteres Indiz für einen vorliegenden Fall von "Kulturellem Driften" zu bedeuten. Wie gut, dass das Deutschlandradio am Wochenende des 17./18.10.09 eine dreistündige "Lange Nacht" (jeweils auf DLF und DLR) veranstaltet zur bedeutenden Wiederkehr des Denkens von Leopold Kohr (und kurz nach seinem 100. Geburtstag).
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Zum anderen hat sich Rüdiger Suchsland gestern und heute in TELEPOLIS detailliert, vielschichtig und nuanciert über "Polanski und seine Feinde" geäußert; ein Beitrag, der den "Fall Polanski" eher als einen Fall durch "Kulturelles Driften" erkennen lässt.
Dass schließlich aus dem Wesenskern politischer Repräsentation im Nationalstaat eine zunehmend identitätslose Hülle gemäß dem "Malen nach Zahlen" geworden ist, scheint mir nach aktuellen Farbenspielereien auf den Paletten von Schwarz-Gelb-Grün, über Rot-Rot-Grün, Schwarz-Rot, Rot-Rot, Schwarz-Gelb bis zu Rot-Grün ein weiteres Indiz für einen vorliegenden Fall von "Kulturellem Driften" zu bedeuten. Wie gut, dass das Deutschlandradio am Wochenende des 17./18.10.09 eine dreistündige "Lange Nacht" (jeweils auf DLF und DLR) veranstaltet zur bedeutenden Wiederkehr des Denkens von Leopold Kohr (und kurz nach seinem 100. Geburtstag).
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Sonntag, 10. Mai 2009
Tagungsbericht aus Oberhausen
Copyright oder Urheberrecht
Obwohl Telepolis, wie mir Florian Rötzer immer wieder versichert, eigentlich ja keine Tagungsberichte bringt, hat es nun doch einer zu dieser in Deutschland einflussreichsten Website als Nachrichtenmagazin geschafft: Rüdiger Suchslands Bericht zu einer Tagung anlässlich der jüngsten Oberhausener Kurzfilmtage. Suchslands Tagungsbericht trägt den Titel: "Copyright ist kein natürliches Recht".
Meiner Ansicht nach läßt sich der Konflikt zwischen technischem Fortschritt und Bedürfnissen der einzelnen (Film)künstler und Kulturschaffenden nicht mehr aus den jeweils gerade herrschenden Rechtscontainern lösen. Die Lösung, wenn es denn eine geben wird, wird gesellschaftlich überbauen müssen, gerade wenn die ökonomische Grundlage der fortgeschrittenen Industriegesellschaften zusammenbricht, woran ja eifrig gerade gearbeitet wird.
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Meiner Ansicht nach läßt sich der Konflikt zwischen technischem Fortschritt und Bedürfnissen der einzelnen (Film)künstler und Kulturschaffenden nicht mehr aus den jeweils gerade herrschenden Rechtscontainern lösen. Die Lösung, wenn es denn eine geben wird, wird gesellschaftlich überbauen müssen, gerade wenn die ökonomische Grundlage der fortgeschrittenen Industriegesellschaften zusammenbricht, woran ja eifrig gerade gearbeitet wird.
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