Wie Heise-News berichtet, gibt es eine "Zukunft des Kinos" als "TiME Lab" im Berliner Heinrich-Hertz-Institut als Teil des Fraunhofer-Forschungsverbundes zu sehen -- mit 180-Grad-Leinwand und 128 Lautsprechern: Sound nach "Wellenfeldsynthese" statt Trackaufnahmen. Hochgerüstet gibts von 7 HD-Projektoren eine 7000×2000 Pixel Auflösung im Saalrund zu sehen. Und Alfred Behrens (der mit den "Stadtbahnbildern" von 1981) hat mit der HFF-KW bereits einen filmischen Versuch für diese neue Kinoplattform geschaffen.
Das Ganze erinnert vom ganzen Sentiment her an die EXPO-Kinos der 1960er-Jahre, die ja dann schließlich IMAX auf den kommerziellen Weg gebracht haben (ein langer, dornenreicher Weg zu Kino-Sonderformen bei der Konversion von musealen Vortragssälen zu Museum-Spezialkinos; wohl so auch nicht mehr wiederholbar) -- plus als Synthese ein hochgerüstetes, hochgezüchtetes D-Cinerama (statt 3 Teilpanels nun 7).
Irgendwie auch ein interessantes Kontrastprogramm zu dem allgegenwärtigen 3-D-Hype, dem zu Viele derzeit verfallen sind.
Anscheinend tut sich derzeit einiges bezüglich Experimenten für die technische Grundlage eines künftigen Kinos.
Kann nur gut tun, auch wenn mir inzwischen die beschränkte Filmprojektion nostalgisch einfach lieber ist, wenn man schon das eigene D-Homecinema für ein öffentliches Kinoerlebnis verlässt.
ATRIUM
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Donnerstag, 18. Februar 2010
Montag, 23. November 2009
Die Fallstricke des Offensichtlichen
CT berichtet in ihrer neuen Ausgabe 25/2009 von einem "Praxisvergleich" beim Filmpodium Zurück zwischen Film, Blu-Ray und 2K via DCP nach DCI-Norm. Dieser Beitrag ist dankenswerterweise auch online verfügbar:
http://www.heise.de/ct/artikel/Scheibe-statt-Rolle-862196.html
CINERMA schrieb mir dazu heute:
"Hier werden olle Duplikatkopien von 1993 mit frischen 4k Scans vom Original verglichen (Fall "Blade Runner") und damit Güten von Film vs. Digital/Blu ray beurteilt. Also sowas von haarsträubend, dass man sich nur wundern kann, aber typisch für die C'T. ..."
Dass die elektronischen Systeme ständig ausfallen, wie in dem Beitrag berichtet wird, ist zur Zeit nichts Ungewöhnliches: War es nicht auch so, dass in Ermangelung von technischen Fall-Backs bei der letzten Berlinale rund 2.000 Zuschauer samt Catherine Deneuve kurz nach Beginn der Vorstellung ausbezahlt und wieder nach Hause geschickt werden mussten, weil der HiTech-Digital-Beamer während der Vorstellung ausgefallen ist? — Man mag das noch als "Kinderkrankheiten" im Umfeld eines Technologiewechsels abtun.
Schwerwiegender scheint mir aber auch in diesem CT-Beitrag die Tendenz zu sein, dass Abbildungsparameter von Bild (um den Ton geht es zur Zeit weniger) geschichtlich rückwirkend appliziert werden und der technische Rückschritt der Quantifizierung und Matrifizierung mit seiner Datenbanklogik als kultureller Fortschritt gegenüber vermeintlich antiquierten Traditionen verkauft wird, so als würde man das Ende der Weimarer Republik mit den technischen Segnungen der ersten Mondflugs vergleichen. "Bordfunk und Radio" als sich ergänzendes Gegensatzpaar erklärt aber weder das eine Phänomen noch das andere. Ich bezeichne das mit der Sprachformel: Die Fallstricke des Offensichtlichen.
In einem hat der CT-Beitrag von Jan-Keno Janssen allerdings mehr als recht: Die Investitionen von 70.000 bis 100.000 Euro in 2K-Anlagen nach DCI-Norm sind verschwendetes Geld, weil man damit gerade die unabhängigen Kinos in kurzzyklige Investionsschleifen und damit aus dem Markt zu drängen versucht. Geradezu tollkühn ist dabei der wiederholt gescheiterte Versuch, Kinos mit vergünstigten Darlehen aus dem Topf der Filmförderung in den digitalen Sattel helfen zu wollen, damit sie endlich als Teil der neuen Investitionsschleife auch sogleich vom ökonomischen Pferd fallen können: Ein Kredit will erwirtschaftet sein. Ob die Subventionierung von überteuerter Technik, derzeit in der Südschiene der deutschen Regional-Filmförderung präferiert, nicht letztlich den gleichen Effekt hat, bleibt abzuwarten.
Denn es sind Kino-Anlagen bestehend aus Blu-ray Spielern + HD-Beamer inzwischen für rund 3.000 bis 3.500 Euro erhältlich, die zumindest für kleine und mittlere Kinos gegenüber den proprietären Kinonormen qualitativ mithalten können. Die nächstfolgenden HD-Beamer-Generationen dürften ihre Lichtstärke von derzeit 1.500/2.000 ANSI-Lumen bestimmt verdoppeln können; die Diskussionen um Auflösungsunterschiede zwischen HD und 2K sind genauso akademisch wie die im Artikel vorgetragenen Farbraum-Vergleiche. Angesichts des derzeit erzielten technischen Niveaus scheint der Versuch — mit 4K ein neues noch höheres Auflösungsraster für Kinos erneut als proprietäres Inselformat einführen und durchsetzen zu wollen — lediglich als Steigerungsform in einer Wiederholung des bereits Bekannten. Abzuwarten bliebe hier nur die bevorstehende Einführung von 4K für den Heimgebrauch, spätestens im Zuge von 3D=2x2K. Will man dann im Kino auf 8K oder 16K Auflösung hinauf gehen?
Angesichts des mehr als zehnjährigen Gezeteres um die Einführung von Digital Cinema ist nunmehr schlicht die Heimkinotechnik in ihrem Preis-Leistungsverhältnis an der Kino-Profitechnik vorbeigezogen - und zwar rasant. Selbst mit Duo-Projektion in HD ist man erst bei 10 % der Kosten für Profi-Kinotechnik angekommen. Dieser Vorbeizug der "Kino-Amateure" an den "Kino-Profis" wäre allerdings zu reflektieren, wenn man ihn produktiv umstülpen möchte.
Schlussfolgerung müßte also im Zuge des derzeit stattfindenden Rollouts des DigitalCinema gerade für die unabhängigen Kinobetreiber gegenüber lizenzgebenden "Filmverleihern" doch sein, auf Blu-Ray-Distribution alternativ gegenüber DCP/DCI fürs Kino zu bestehen, wenn einzelne Verleiher schon derzeit anfangen, lieber DVDs statt Filmkopien an Kinos bei gleich hoher prozentualer Lizenzforderung auszuliefern. Denn die überreife Entwicklung ist — wie oft bei "verspäteten Prozessen" — inzwischen hektisch geworden, wenn "Filmverleiher" dazu übergehen, sich statt einer Mindestgarantie lieber das Ziehen von Filmkopien von noch eine Filmkopie anfordernden Kinobetreibern lieber gleich komplett vorab bezahlen zu lassen, oder statt dessen anzubieten, lediglich eine DVD auszuliefern. Angesichts dieses neuen Umstands waren auch die Diskussionen vor wenigen Jahren um "e-Cinema" und "D-Cinema" noch nicht einmal akademisch.
Gerade die Applizierung von Heimkino-tauglichen Standards in einen Öffentlichkeit schaffenden Kinoraum würde es ermöglichen, komplett neue Kino-Geschäftsmodelle wie "Cinema on demand" webbasiert in Vernetzung mit Social Websites angehen zu können. Diese Option zur Einbeziehung einer vernetzten Community bei der Schaffung von Publikum ist das wirkliche Innovative gegenüber meinen Vorschlägen von vor 12 Jahren zu einem "Cinema on demand", damals noch ohne Internet gedacht.
In der Umkehrung würde dies auf Lizenzgeber-Seite allerdings bedeuten, dass es auch "Lizenz-Websites" geben müßte, die das historische Repertoire rechtlich einfach verfügbar halten. Nicht wenige in der Branche mit noch frischem Blick halten daher das etablierte System der Filmverleiher für "mittelalterlich". DCI führt hier als technische Norm letztlich zur Verstärkung einer Verknechtung der Kinobetreiber durch die Lizenzgeber. Dies wäre technologisch aufbrechbar; die bestehenden Kinos müßten allerdings zu diesem Zweck ihre passive Haltung gegenüber dem Status Quo aufgeben, was zugegebener Weise unbequem ist. Inwiefern eine auf einer Social Website gefundene und damit geschlossene Besuchergruppe ohne öffentliche Werbung ein "Heimkino" extern für ihre Zwecke anmieten kann, verschiebt das neue Phänomen auf das Terrain des Rechtlichen, wie wir es derzeit auch auf anderen Gebieten der Digitalisierung kennen. Allerdings scheint erst der Druck durch neue Verhältnisse in verknöcherten Strukturen Denkprozesse auszulösen.
Denkt man diesen Strang der Auslagerung der kuratorischen Funktion des Kinobetreibers an die Besucher weiter, bleibt natürlich das Problem der Vermittlung von Filmgeschichte. Derzeitige Modelle, ein solches "Cinema on demand" anzubieten, bleiben programmlich in der heutigen Kino-Hauptzielgruppe im ständig bereits Bekannten stecken. Das passiert allerdings auch aus Lizenzgründen. Aber vielleicht kann sich die Aufgabe der kuratorischen Verantwortung bei der Kinoprogrammmierung ja durch den "Kino-Seminarraum", vielleicht auch virtuell unterstützt, kompensieren. Die Frage ist freilich, wie dumm oder gescheit man sein zahlendes Publikum in spe hält.
All dies tangiert die Frage einer Historischen Aufführungspraxis des Kinos nicht. Ich bin mir ziemlich sicher, dass nach einer Zeit der Aufregung eine solche Welle aus den USA zu uns herüberschwappen wird. — In welche Richtung die Entwicklung des Kinos nach dem Zusammenbruch der heutigen Aufführungszeitfenster von 1 - 2 Wochen weiter gehen wird, bleibt offen. Ob das Kino als öffentlicher Ort überhaupt noch eine Zukunft auch als Geschäftsmodell haben kann, wird der kreative Umgang mit neuen Möglichkeiten erweisen. Den technischen Wettlauf hat das Kino jedenfalls auf absehbare Zeit verloren. Es kann nur mit neuen Sozialformen bei der Etablierung von Publikum wieder punkten lernen. Und dieser Lernweg wird sehr mühsam sein.
ATRIUM
http://www.heise.de/ct/artikel/Scheibe-statt-Rolle-862196.html
CINERMA schrieb mir dazu heute:
"Hier werden olle Duplikatkopien von 1993 mit frischen 4k Scans vom Original verglichen (Fall "Blade Runner") und damit Güten von Film vs. Digital/Blu ray beurteilt. Also sowas von haarsträubend, dass man sich nur wundern kann, aber typisch für die C'T. ..."
Dass die elektronischen Systeme ständig ausfallen, wie in dem Beitrag berichtet wird, ist zur Zeit nichts Ungewöhnliches: War es nicht auch so, dass in Ermangelung von technischen Fall-Backs bei der letzten Berlinale rund 2.000 Zuschauer samt Catherine Deneuve kurz nach Beginn der Vorstellung ausbezahlt und wieder nach Hause geschickt werden mussten, weil der HiTech-Digital-Beamer während der Vorstellung ausgefallen ist? — Man mag das noch als "Kinderkrankheiten" im Umfeld eines Technologiewechsels abtun.
Schwerwiegender scheint mir aber auch in diesem CT-Beitrag die Tendenz zu sein, dass Abbildungsparameter von Bild (um den Ton geht es zur Zeit weniger) geschichtlich rückwirkend appliziert werden und der technische Rückschritt der Quantifizierung und Matrifizierung mit seiner Datenbanklogik als kultureller Fortschritt gegenüber vermeintlich antiquierten Traditionen verkauft wird, so als würde man das Ende der Weimarer Republik mit den technischen Segnungen der ersten Mondflugs vergleichen. "Bordfunk und Radio" als sich ergänzendes Gegensatzpaar erklärt aber weder das eine Phänomen noch das andere. Ich bezeichne das mit der Sprachformel: Die Fallstricke des Offensichtlichen.
In einem hat der CT-Beitrag von Jan-Keno Janssen allerdings mehr als recht: Die Investitionen von 70.000 bis 100.000 Euro in 2K-Anlagen nach DCI-Norm sind verschwendetes Geld, weil man damit gerade die unabhängigen Kinos in kurzzyklige Investionsschleifen und damit aus dem Markt zu drängen versucht. Geradezu tollkühn ist dabei der wiederholt gescheiterte Versuch, Kinos mit vergünstigten Darlehen aus dem Topf der Filmförderung in den digitalen Sattel helfen zu wollen, damit sie endlich als Teil der neuen Investitionsschleife auch sogleich vom ökonomischen Pferd fallen können: Ein Kredit will erwirtschaftet sein. Ob die Subventionierung von überteuerter Technik, derzeit in der Südschiene der deutschen Regional-Filmförderung präferiert, nicht letztlich den gleichen Effekt hat, bleibt abzuwarten.
Denn es sind Kino-Anlagen bestehend aus Blu-ray Spielern + HD-Beamer inzwischen für rund 3.000 bis 3.500 Euro erhältlich, die zumindest für kleine und mittlere Kinos gegenüber den proprietären Kinonormen qualitativ mithalten können. Die nächstfolgenden HD-Beamer-Generationen dürften ihre Lichtstärke von derzeit 1.500/2.000 ANSI-Lumen bestimmt verdoppeln können; die Diskussionen um Auflösungsunterschiede zwischen HD und 2K sind genauso akademisch wie die im Artikel vorgetragenen Farbraum-Vergleiche. Angesichts des derzeit erzielten technischen Niveaus scheint der Versuch — mit 4K ein neues noch höheres Auflösungsraster für Kinos erneut als proprietäres Inselformat einführen und durchsetzen zu wollen — lediglich als Steigerungsform in einer Wiederholung des bereits Bekannten. Abzuwarten bliebe hier nur die bevorstehende Einführung von 4K für den Heimgebrauch, spätestens im Zuge von 3D=2x2K. Will man dann im Kino auf 8K oder 16K Auflösung hinauf gehen?
Angesichts des mehr als zehnjährigen Gezeteres um die Einführung von Digital Cinema ist nunmehr schlicht die Heimkinotechnik in ihrem Preis-Leistungsverhältnis an der Kino-Profitechnik vorbeigezogen - und zwar rasant. Selbst mit Duo-Projektion in HD ist man erst bei 10 % der Kosten für Profi-Kinotechnik angekommen. Dieser Vorbeizug der "Kino-Amateure" an den "Kino-Profis" wäre allerdings zu reflektieren, wenn man ihn produktiv umstülpen möchte.
Schlussfolgerung müßte also im Zuge des derzeit stattfindenden Rollouts des DigitalCinema gerade für die unabhängigen Kinobetreiber gegenüber lizenzgebenden "Filmverleihern" doch sein, auf Blu-Ray-Distribution alternativ gegenüber DCP/DCI fürs Kino zu bestehen, wenn einzelne Verleiher schon derzeit anfangen, lieber DVDs statt Filmkopien an Kinos bei gleich hoher prozentualer Lizenzforderung auszuliefern. Denn die überreife Entwicklung ist — wie oft bei "verspäteten Prozessen" — inzwischen hektisch geworden, wenn "Filmverleiher" dazu übergehen, sich statt einer Mindestgarantie lieber das Ziehen von Filmkopien von noch eine Filmkopie anfordernden Kinobetreibern lieber gleich komplett vorab bezahlen zu lassen, oder statt dessen anzubieten, lediglich eine DVD auszuliefern. Angesichts dieses neuen Umstands waren auch die Diskussionen vor wenigen Jahren um "e-Cinema" und "D-Cinema" noch nicht einmal akademisch.
Gerade die Applizierung von Heimkino-tauglichen Standards in einen Öffentlichkeit schaffenden Kinoraum würde es ermöglichen, komplett neue Kino-Geschäftsmodelle wie "Cinema on demand" webbasiert in Vernetzung mit Social Websites angehen zu können. Diese Option zur Einbeziehung einer vernetzten Community bei der Schaffung von Publikum ist das wirkliche Innovative gegenüber meinen Vorschlägen von vor 12 Jahren zu einem "Cinema on demand", damals noch ohne Internet gedacht.
In der Umkehrung würde dies auf Lizenzgeber-Seite allerdings bedeuten, dass es auch "Lizenz-Websites" geben müßte, die das historische Repertoire rechtlich einfach verfügbar halten. Nicht wenige in der Branche mit noch frischem Blick halten daher das etablierte System der Filmverleiher für "mittelalterlich". DCI führt hier als technische Norm letztlich zur Verstärkung einer Verknechtung der Kinobetreiber durch die Lizenzgeber. Dies wäre technologisch aufbrechbar; die bestehenden Kinos müßten allerdings zu diesem Zweck ihre passive Haltung gegenüber dem Status Quo aufgeben, was zugegebener Weise unbequem ist. Inwiefern eine auf einer Social Website gefundene und damit geschlossene Besuchergruppe ohne öffentliche Werbung ein "Heimkino" extern für ihre Zwecke anmieten kann, verschiebt das neue Phänomen auf das Terrain des Rechtlichen, wie wir es derzeit auch auf anderen Gebieten der Digitalisierung kennen. Allerdings scheint erst der Druck durch neue Verhältnisse in verknöcherten Strukturen Denkprozesse auszulösen.
Denkt man diesen Strang der Auslagerung der kuratorischen Funktion des Kinobetreibers an die Besucher weiter, bleibt natürlich das Problem der Vermittlung von Filmgeschichte. Derzeitige Modelle, ein solches "Cinema on demand" anzubieten, bleiben programmlich in der heutigen Kino-Hauptzielgruppe im ständig bereits Bekannten stecken. Das passiert allerdings auch aus Lizenzgründen. Aber vielleicht kann sich die Aufgabe der kuratorischen Verantwortung bei der Kinoprogrammmierung ja durch den "Kino-Seminarraum", vielleicht auch virtuell unterstützt, kompensieren. Die Frage ist freilich, wie dumm oder gescheit man sein zahlendes Publikum in spe hält.
All dies tangiert die Frage einer Historischen Aufführungspraxis des Kinos nicht. Ich bin mir ziemlich sicher, dass nach einer Zeit der Aufregung eine solche Welle aus den USA zu uns herüberschwappen wird. — In welche Richtung die Entwicklung des Kinos nach dem Zusammenbruch der heutigen Aufführungszeitfenster von 1 - 2 Wochen weiter gehen wird, bleibt offen. Ob das Kino als öffentlicher Ort überhaupt noch eine Zukunft auch als Geschäftsmodell haben kann, wird der kreative Umgang mit neuen Möglichkeiten erweisen. Den technischen Wettlauf hat das Kino jedenfalls auf absehbare Zeit verloren. Es kann nur mit neuen Sozialformen bei der Etablierung von Publikum wieder punkten lernen. Und dieser Lernweg wird sehr mühsam sein.
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Freitag, 12. Juni 2009
NESTOR Abschlussveranstaltung in Berlin
Die Nachrichten-Redaktion des Heise-Verlags berichtet über die Abschlussveranstaltung des NESTOR-Projektes vom 10. Juni 2009 in Berlin zu Fragen des Langzeiterhalts in der digitalen Kultur und ihrer Langzeitarchivierung.
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Freitag, 29. Mai 2009
Nastätten (Taunus)
Die Nachrichtenredaktion des Heise-Verlags bringt einen Bericht von der Eröffnung des eines Drei-Saal-Kinocenters in dem 4.000 Einwohner zählenden Taunus-Städtchen Nastätten, bei dem die inzwischen abgebauten 35-mm-Filmprojektoren nicht mehr Bestandteil des BWR sind.
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Montag, 4. Mai 2009
Vor 70 Jahren: New Yorker Weltausstellung 1939
Die Website des CT Magazins vom Heise-Verlag erinnert mit einem Beitrag von Detlef Borchers an die Eröffnung der New Yorker Weltausstellung von 1939, kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Der Artikel enthält zahlreiche Links zu online abrufbaren Webfilmen beim Internet Archive in San Francisco.
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Freitag, 13. März 2009
Ein schwer vermittelbarer Vorschlag
Der Heise-Verlag meldet heute den Start der Geburtstagsfeierlichkeiten beim CERN in Genf als 20-jähriges Jubiläum jener Ereingnisse, die zur Verwirklichung des World Wide Web durch Tim Berners-Lee führten:
http://www.heise.de/newsticker/Vor-20-Jahren-Ein-schwer-vermittelbarer-Vorschlag-und-der-Anfang-des-Web--/meldung/134419
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