Wie sehr uns Peter Krieg fehlen wird, zeigen zwei Texte (ein Feature und ein Interview), die ich heute im Netz gefunden habe:
• ein Feature aus Brand Eins (2005)
und
• ein Interview zum DVD-Release von "Septemberweizen" von Florian Widegger im DVD-Forum (2007)
Beim Interview-Text kann man fast jeden Satz nur ganz dick unterstreichen.
ATRIUM
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Sonntag, 26. Juli 2009
Dienstag, 17. März 2009
Tagung: Filmarchive und Digitalisierung — zwischen Langzeitsicherung und Zugänglichkeit
Auf Schnelligkeit kommt es außer in Notfällen und bei Katastrophen nicht besonders an, vor allem, wenn es um Genauigkeit geht. Dennoch sind wir hier bei den "Berliner Kino-Perspektiven" natürlich happy, dass wir die nächste Tagung des Stuttgarter Haus des Dokumentarfilms unter dem Titel
"Ist der Dokumentarfilm noch zu retten ? — Digitale Herausforderung seiner Archivierung"
bereits heute und damit wahrscheinlich als erste Publikationsplattform ankündigen dürfen, sogar noch vor der Ankündigung dieser Veranstaltung auf der Website des HDF.
Gerade unter dem Gesichtspunkt der Meldungen aus Köln sowie der künftig papierlosen Nachrichtendistribution hat diese Tagung nicht nur für den Dokumentarfilm grundlegende Bedeutung. Als Forum dienen die Veranstaltungen des "Haus des Dokumentarfilms" zudem nicht primär Industrieinteressen, dies gerade unter dem Gesichtspunkt, dass wir auf dieser Veranstaltung im April auch Martin Koerber von der Deutschen Kinemathek in Berlin intensiv zuhören werden, warum sich beispielsweise die Deutsche Kinemathek in Berlin bislang nicht an dem Babelsberger Cinearchiv-Projekt beteiligt hat.
Hier zunächst nun der Wortlaut der Pressemitteilung des Haus des Dokumentarfilms in Stuttgart:
Und hier der genaue Programmablauf der Tagung im Stand von heute:
Aufgrund der grundsätzlichen Bedeutung dieser Tagung werden die "Berliner Kino-Perspektiven" sicherlich versuchen, im April bei dieser Tagung mit dem einen oder anderen Korrespondenten direkt vor Ort in Stuttgart dabei zu sein.
ATRIUM
"Ist der Dokumentarfilm noch zu retten ? — Digitale Herausforderung seiner Archivierung"
bereits heute und damit wahrscheinlich als erste Publikationsplattform ankündigen dürfen, sogar noch vor der Ankündigung dieser Veranstaltung auf der Website des HDF.
Gerade unter dem Gesichtspunkt der Meldungen aus Köln sowie der künftig papierlosen Nachrichtendistribution hat diese Tagung nicht nur für den Dokumentarfilm grundlegende Bedeutung. Als Forum dienen die Veranstaltungen des "Haus des Dokumentarfilms" zudem nicht primär Industrieinteressen, dies gerade unter dem Gesichtspunkt, dass wir auf dieser Veranstaltung im April auch Martin Koerber von der Deutschen Kinemathek in Berlin intensiv zuhören werden, warum sich beispielsweise die Deutsche Kinemathek in Berlin bislang nicht an dem Babelsberger Cinearchiv-Projekt beteiligt hat.
Hier zunächst nun der Wortlaut der Pressemitteilung des Haus des Dokumentarfilms in Stuttgart:
HAUS DES DOKUMENTARFILMS
Europäisches Medienforum Stuttgart
www.hdf.de
Ist der Dokumentarfilm noch zu retten?
Digitale Herausforderungen seiner Archivierung
Untersuchungen haben gezeigt, dass aktuell nicht einmal die Hälfte der produzierten Filme eines Jahres in Archiven lagern. Die Diskussion um eine Pflichtangabe wie in anderen Ländern zeigt, dass auch politisch über Lösungen nachgedacht wird.
Wie können Dokumentarfilmer ihre Filme sichern? Ist eine Erhaltung des kompletten gedrehten Materials möglich? Wie wird in den Produktionsfirmen das Material gesichert? Besteht die Gefahr, dass dokumentarisches Material mittelfristig unwiederbringlich verloren geht, da es elektronisch gedreht wurde?
Die Digitalisierung stellt Film- und Fernseharchive vor besondere Herausforderungen. Es stellen sich grundsätzliche Fragen nach Aufgaben und Funktionen der Archive. Sollen sie die Filme in erster Linie bewahren und für die Zukunft sichern? Oder sollen sie die Filme vor allem zugänglich machen? Wie soll man mit der Vielfalt digitaler Formate und Techniken umgehen? Wie kann garantiert werden, dass die Träger mittelfristig noch abspielbar sind? Spezialisten sind sich einig, dass das 35 mm-Negativ die bisher einzige langfristige Speicherung ermöglicht. Doch wer trägt die Kosten dafür? Strategien von Archiven im europäischen Ausland können Anregungen für Lösungswege liefern. Die Digitalisierung und das Internet bieten andererseits große Chancen für die Archive, ihre Kataloge und Bestände online zu präsentieren und so neue Nutzer zu erreichen.
Die Tagung soll dies breite Themenspektrum diskutieren und einen produktiven Dialog zwischen Film- und Fernseharchiven, Regisseuren und Produzenten ermöglichen.
Termin: 22. und 23. April 2009
Ort: Treffpunkt Rotebühlplatz, Rotebühlplatz 28, 70173 Stuttgart
Theodor Bäuerle Saal, Info-Tel: 0711/ 18 73 804
Teilnahmegebühr: 50.- €; ermäßigt 30.- €
Anmeldung: uta.ludwig@swr.de
Und hier der genaue Programmablauf der Tagung im Stand von heute:
HAUS DES DOKUMENTARFILMS
Europäisches Medienforum Stuttgart
www.hdf.de
Ist der Dokumentarfilm noch zu retten?
Digitale Herausforderungen seiner Archivierung
22. und 23. April 2009
Treffpunkt Rotebühlplatz, Rotebühlplatz 28, 70173 Stuttgart
Theodor Bäuerle Saal, Info-Tel: 0711/ 18 73 804
Teilnahmegebühr: 50.- €; ermäßigt 30.- €
Mittwoch, 22. April 2009:
11.00 Begrüßung Egon Mayer, Vorsitzender HAUS DES DOKUMENTARFILMS e.V.
11.15-13.00 Bestandsaufnahme Dokumentarfilm in Archiven
Moderation: Kay Hoffmann, HAUS DES DOKUMENTARFILMS
Michael Loebenstein, Filmwissenschaftler Österreichisches Filmmuseum, Wien: Die Aktualität der Geschichte. Dokumentarfilm im Filmarchiv, oder: Hat Langzeitsicherung oder Access Priorität?
Karin Kühn, Referatsleiterin Dokumentarfilm Bundesarchiv-Filmarchiv, Berlin: Zum Stand der Dinge: Dokumentarfilme im Bundesarchiv. Hinterlegung und konservatorische Sicherung
Martin Koerber, Deutsche Kinemathek, Berlin: Herausforderungen für den Filmarchivar
Thorsten Jeß, Kiel: Dokumentarfilme erhalten aus Sicht eines Filmemachers
13.00-14.30 Mittagspause
14.30-15.30 Diskussion: Zwischen Bewahren und Verwerten
Moderation: Wilhelm Reschl, HAUS DES DOKUMENTARFILMS
Thomas Frickel, Vorsitzender AG DOK, Frankfurt
Karl Griep, Leiter Filmarchiv im Bundesarchiv, Berlin
Andreas Knoblauch (angefragt), GF CineCentrum, Hamburg
15.00-16.00 Kaffeepause
16.00-18.00 Strategien der Fernseharchive
Moderation: Kay Hoffmann, HAUS DES DOKUMENTARFILMS
Catherine Lacken, SWR, Stuttgart:
TV Archives Between Analog Past and Digital Future
André Wachholz (angefragt), Schwedische Nationalbibliothek, Stockholm
Daniel Teruggi, INA, Paris: Digital Perspectives in France
Sabine Lenk, Nederlands Instituut voor Beeld en Geluid, Hilversum:
iMMix and New Media Experience in Holland
ab 18.30 Get Together (Selbstzahler)
Gaststätte „Trollinger“, Rotebühlstr. 50, 70178 Stuttgart
Donnerstag, 23. April 2009:
10.00-13.00 Neue Produktionstechnik und Archivierung digitaler Formate
Moderation: Anita Bindner, HAUS DES DOKUMENTARFILMS
Wolfgang Richter, docfilm, Darmstadt: B
Bandlos produzieren; Verlust der Kreativität!?
Josef Reidinger, Leiter Kopierwerk ARRI, München:
Langfristige Speicherung aus Sicht eines Kopierwerks
Ann Carolin Renninger / Tobias Büchner, ZeroOne, Berlin:
Filmprojekt „24h Berlin“ und seine Archivierung
Helena Fantl, femis, Paris: Projekt „archi doc“
13.00-14.00 Mittagspause
14.00-16.00 Die Zukunft: Filmdaten und Filme online
Moderation: Kay Hoffmann, HAUS DES DOKUMENTARFILMS
David Kleingers / Georg Eckes, Deutsches Filminstitut Frankfurt:
Projekte „filmportal.de” und “The European Film Gateway”
Jürgen Keiper, Deutsche Kinemathek, Berlin: Projekt „Lost Films“
Tankred Howe, Deutsche Wochenschau GmbH, Hamburg: Projekt Wochenschau online
Jörg Frieß / Jan Henselder, Deutsches Historisches Museum, Berlin: Marshallplanfilme online
Andreas Vogel, GF Cinearchiv, Babelsberg: Filme aus den Archiven befreien!
Aufgrund der grundsätzlichen Bedeutung dieser Tagung werden die "Berliner Kino-Perspektiven" sicherlich versuchen, im April bei dieser Tagung mit dem einen oder anderen Korrespondenten direkt vor Ort in Stuttgart dabei zu sein.
ATRIUM
Montag, 16. März 2009
3-D ohne Brille in TV und Kino
Thomas Jüngling berichtet heute in Welt.de über die Entwicklungen hin zu 3-D-Ohne-Brille als holographische Darstellung für Fernsehen, Digitalmedien und - zuletzt eben auch - Kino:
Der Direktlink:
http://www.welt.de/webwelt/article3383862/So-funktionieren-die-neuen-Hologramm-Fernseher.html
ATRIUM
Der Direktlink:
http://www.welt.de/webwelt/article3383862/So-funktionieren-die-neuen-Hologramm-Fernseher.html
ATRIUM
Tags:
3-D,
Digitalisierung,
Fernsehen,
Hologramm
Sonntag, 15. März 2009
Faust und die Kathodenstrahlröhre
In der NYT heute ein Nachruf auf den am 5. März im Alter von 99 Jahren verstorbenen Thomas T. Goldsmith Jr., der zunächst als Fernseh-Pionier in den späten 1930ern in den USA die Adaption der Kathodenstrahlröhre für Fernsehdarstellungen entwickelte und dann bereits 1947 ein frühes Patent für ein interaktives Videospiel erhielt (und es durch die Verfrühung nicht am Markt durchsetzen konnte).
Die jahrelang regelmäßig am Dienstag in der NYT erscheinene DVD-Kolumne von Dave Kehr wurde vor kurzem auf Sonntag verlegt und anscheinend mit mehr Raum bedacht. Dave Kehr rezensiert heute u.a. die DVD-Neuausgabe von FAUST, Murnaus luxoriöser Verfilmung des Stoffs von 1926. Das besondere an dieser DVD-Edition ist, dass es sich um die von Murnau authorisierte US-Schnittfassung handelt, die von Luciano Berriatúa im Hause der "Filmoteca Española" erstellt wurde.
ATRIUM
Die jahrelang regelmäßig am Dienstag in der NYT erscheinene DVD-Kolumne von Dave Kehr wurde vor kurzem auf Sonntag verlegt und anscheinend mit mehr Raum bedacht. Dave Kehr rezensiert heute u.a. die DVD-Neuausgabe von FAUST, Murnaus luxoriöser Verfilmung des Stoffs von 1926. Das besondere an dieser DVD-Edition ist, dass es sich um die von Murnau authorisierte US-Schnittfassung handelt, die von Luciano Berriatúa im Hause der "Filmoteca Española" erstellt wurde.
ATRIUM
Tags:
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Mittwoch, 11. März 2009
eine Frage des Formats: 60 Jahre Kopf ab
Wie bereits bemerkt, sind dieses Jahr nicht nur 20 Jahre Mauerfall, 40 Jahre Mondlandung, 80 Jahre Tonfilm und 100 Jahre Farbfilm zu würdigen, sondern auch 60 deutsche Jahre nach 1949. Die Sendereihe der ARD unter dem titel "60 x Deutschland" (in Koproduktion verschiedener ARD-Anstalten mit der Bundeszentrale für politische Bildung) versucht eine recht gefällige Melange aus weltgeschichtlicher Einbettung und erlebter Alltagsgeschichte hinzubekommen und ist dabei als moderierte Collage von Kompilationselementen (konterkarriert mit heutigen Interviews) auf Archivmaterial angewiesen, das mit Ausnahme der jüngsten rund 5 Jahre allesamt im Bildseitenverhältnis von 4:3 vorliegt, sei es als frühe Wochenschau-Aufnahme oder bei der aktuellen Berichterstattung des Ö-R Fernsehens dann mit 16-mm-Film.
Warum man nun unbedingt meint, allen Menschen, die liebevoll von den "Aktuellen" auf 4:3 abgelichtet wurden, den Kopf dahingehend abschneiden zu müssen, indem man das blasse und körnige Material beschneidet und auch noch auf 16:9 aufbläst, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich kann nur vermuten, dass man von verantwortlicher Stelle die Order ausgegeben hat, dass ein international im Dokumentarischen inzwischen übliches Verfahren wie "Pillar Boxing" deutschen Analphabethen der Filmgestaltung nicht zuzumuten sei.
Sollte mir so etwas bei der Filmsichtung zum Globians Doc Fest unterkommen, wäre das sofort ein Grund für einen Sichtungsabbruch aus Gründen des unprofessionellen Dilletantismus.
Wenn man aber Charts vorschalten kann, in denen darauf hingewiesen wird, "dass diese Sendung für Zuschauer unter 16 Jahren ungeeignet" sei, dann wird man vor lauter politischer Bildung vielleicht noch hinbekommen, auch ein wenig film- und fernsehhistorische Bildung mit einem Chart zu vermitteln, in der Art wie:
Oder meinen Sie, dass das einem Johannes Unger als Leitendem Redakteur beim rbb in Berlin nicht zu vermitteln ist?
ATRIUM
Warum man nun unbedingt meint, allen Menschen, die liebevoll von den "Aktuellen" auf 4:3 abgelichtet wurden, den Kopf dahingehend abschneiden zu müssen, indem man das blasse und körnige Material beschneidet und auch noch auf 16:9 aufbläst, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich kann nur vermuten, dass man von verantwortlicher Stelle die Order ausgegeben hat, dass ein international im Dokumentarischen inzwischen übliches Verfahren wie "Pillar Boxing" deutschen Analphabethen der Filmgestaltung nicht zuzumuten sei.
Sollte mir so etwas bei der Filmsichtung zum Globians Doc Fest unterkommen, wäre das sofort ein Grund für einen Sichtungsabbruch aus Gründen des unprofessionellen Dilletantismus.
Wenn man aber Charts vorschalten kann, in denen darauf hingewiesen wird, "dass diese Sendung für Zuschauer unter 16 Jahren ungeeignet" sei, dann wird man vor lauter politischer Bildung vielleicht noch hinbekommen, auch ein wenig film- und fernsehhistorische Bildung mit einem Chart zu vermitteln, in der Art wie:
"Diese Sendung enthält historisches Bewegtbildmaterial im Bildseitenverhältnis von 4:3, welches wir Ihnen ohne Bildbeschnitt an Köpfen und Beinen präsentieren. Sie erhalten für Ihre Gebühren das volle Bild und sind damit voll im Bild."
Oder meinen Sie, dass das einem Johannes Unger als Leitendem Redakteur beim rbb in Berlin nicht zu vermitteln ist?
ATRIUM
Montag, 2. März 2009
A Dispatch from Reuters
Es lohnt sich neuerdings seit ein paar Monaten, seinen Lebensrhythmus komplett umzustellen: denn Nachts zwischen 2 und 4 Uhr kommen alte Filme im Ersten Deutschen Fernsehen, jene Spielfilme, die nicht nur den an Filmgeschichte interessierten Zuschauern seit ungefähr 25 Jahren nicht nur tagsüber im Fernsehprogramm vorenthalten werden, sondern die zudem bislang nicht auf Silberscheibe käuflich zu erwerben sind.Heute Nacht zwischen 2 und 4 Uhr gab es "A Dispatch from Reuters" aus dem Jahre 1940 zu sehen -- und dieses "Biopic" von William Dieterle (*1893 - †1972) über den Nachrichtenpionier Paul Julius Reuter mit Edward G. Robinson in der Hauptrolle hat es wirklich in sich. Es dürfte nämlich äußerst selten sein, dass ein 69 Jahre alter Spielfilm über die Anfänge der elektrischen Nachrichtenübermittlung auch heute noch Relevanz hat: Denn noch vor der Meinungsfreiheit, dem höchsten Gut einer freien Gesellschaft, stand für Julius Reuter der Grundsatz von Freiheit und Gleichheit des Zugangs zu immer schneller werdenden Nachrichten. Zentrale Aussage von Reuter: "Nachrichten gehören allen!" - Internet-Nachtigall ick hör Dir twittern! Gerade bei verschiedenen Meldungen des heutigen Tages wie diesen HIER und HIER und HIER zeigt "A Dispatch from Reuters" auch heute noch eine vor 69 Jahren nicht vorhersehbare Brisanz. Reuter war wirklich "Ein Mann mit Phantasie", so der dt. Fernsehtitel von 1963. Was die Filmerzählung verschweigt, ist der Grund für Reuters Haltung: seine erzwungene Emigration aus dem Berlin seiner Reuter-Stargardter Buchhandlung nach Paris/Brüssel aufgrund der gescheiterten bürgerlichen Revolution von 1848.
1940 war für Warner Bros. immer noch die Zeit, als dass man einem US-amerikanischen Publikum "gute Deutsche", wie den 1816 in Kassel geborenen Israel Beer Josaphat unter späteren Baron Freiherr von Reuter, zumuten konnte, gegen das immer stärker herannahende Bellen und Beißen der Inbrünstigen. MIt dem Wechsel Reuters zur britischen Staatsbürgerschaft 1857 fiel dies natürlich leichter. Dabei ist "A Dispatch from Reuter" neben "Dr. Ehrlich's Magic Bullet" (dt. Titel von 1965: "Paul Ehrlich – Ein Leben für die Forschung") die zweite Produktion des Triumvirats von Warner, Dieterle und Robinson aus dem Kriegsjahr 1940, nachdem Dieterle 1939 "The Hunchback of Notre Dame" fertig gestellt hatte.
"A Dispatch from Reuters" liest sich in heutiger Perspektive trotz Papierraschelns des Drehbuchs aus der frühen Dramaturgieepoche des Tonfims wie eine "Betriebsanleitung" für das Entstehen des Internets: Von der "Taubenpost" eines Douglas Carl Engelbart im Jahre 1969 bis zur Verdrahtung der digitalen Welt als Hardware und den dann benötigten Visionären, Waghalsigen, Risikokapitalgebern und Hasardeuren, diese Drähte auch mit sinnvollen Inhalten zu füllen.
Ein Geniestreich von einem Filmwerk.
Den Original-Trailer von "A Dispatch from Reuters" kann man sich als Flahvideo bei TCM-USA anschauen.
Schreiben Sie eine Petition an Herrn Herres von der ARD, er möge das Fernsehprogramm vom Kopf auf die Beine stellen!
Und schreiben Sie eine Petition an TCM/Warner, sie mögen uns hier in Deutschland auch mit jenen Filmen bei "TCM Deutschland" beglücken, die sie in den USA auf der Pfanne haben.
ATRIUM
(Foto-Credit: Warner Bros/TCM, Quellen: en.wiki, de.wiki, imdb.com, ARD)
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