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Sonntag, 29. August 2010

Clay Theater, San Francisco

Das Traditionskino "Clay Theater" in San Francisco wird heute, am 29. August 2010, im 100. Jahr seines Bestehens von der Betreibergesellschaft Landmark Theaters geschlossen. Einzelsaal-Kino sind nicht nur in den USA eine sterbende Brut; die neueste Statistik der FFA in Berlin spricht auch für die BRD Bände. Die San Francisco Film Society (die sich also nicht schämt, das Wort "Film" noch im Namen zu tragen) bemüht sich in einer öffentlich geführten Kampagne, das Clay für eigene Zwecke als "Hemstätte" zu gewinnen. Ein Modell für Berlin?

Mehr Hintergrund-Infos hier:

CLAY Theater
2261 Fillmore Street
San Francisco, CA 94115
(415) 267-4893

1 Screen. Built in 1910. Operated by Landmark since 1991. The mighty Clay is one of the oldest theatres in San Francisco. Built in 1910 by the renown Naify brothers, builders of the first movie screen in town, the New Fillmore, the Clay was first a nickelodeon house. In April of 1935, Herbert Rosener reopened the Clay as The Clay International, a foreign film showcase. In the early 1970s, the theatre was part of the Surf Theatres group, run by pioneering San Francisco film exhibitor Mel Novikoff. In 1972, the Clay hosted the first midnight movie in San Francisco with the premiere of John Water's Pink Flamingos, and also hosted many other controversial films, including The Life of Brian. Since Landmark assumed management in 1991, the Clay has enjoyed such improvements as digital sound, new seats and an extensive refurbishment of its art deco and classic Greek accoutrements. The combination of classic appointments and modern amenities has helped keep the Clay a comfortable, laid-back place to see unique film programming for almost a century.


Quelle: http://www.landmarktheatres.com/market/SanFrancisco/ClayTheatre.htm


SFFS eNews August 24, 2010
SAVE THE CLAY THEATER

As the Film Society begins its 54th year of operation, it is looking ahead to a bright future. Central to our vision is the acquisition of a theater that we can call home, one in which we can present year-round programs in our core areas of film exhibition, education and filmmaker services.

Since December 2009, the Film Society has been in negotiations with the landlord of the Clay Theater, in an attempt to lease or purchase the building. So far these talks are at an impasse, but we still hope to bring the negotiations to a successful conclusion.

Once the Film Society has the theater, we intend to significantly upgrade its interior and reopen it as a revitalized community and cultural center. We urge you to ask the landlord to resume negotiations and make it possible for the Film Society to operate and bring renewed energy to our beloved Clay Theater.

When you send a letter to the Clay Theater landlord, please also email a copy of your letter to the San Francisco Film Society at rsills@sffs.org. Thank you for your efforts to "Save the Clay"!

Sample letter below. Please send to Clay Theater landlord Balgobind Jaiswal c/o Blu, 2259 Fillmore Street, San Francisco, CA 94115

DEAR MR. JAISWAL: AS A CLAY THEATER PATRON, I AM ALARMED TO HEAR THAT OUR BELOVED NEIGHBORHOOD THEATER IS TO CLOSE ON AUGUST 29. I VALUE THE CLAY THEATER AS A UNIQUE AND IRREPLACEABLE COMMUNITY INSTITUTION AND WANT TO SEE IT CONTINUE TO PRESENT WONDERFUL FILMS IN A GREAT NEIGHBORHOOD SETTING, AS IT HAS DONE FOR THE PAST 100 YEARS. PLEASE RESUME NEGOTIATIONS IN GOOD FAITH WITH THE SAN FRANCISCO FILM SOCIETY TO MAKE IT POSSIBLE FOR THE SFFS TO OPERATE AND BRING RENEWED ENERGY TO THE CLAY. CLAY THEATER PATRONS AND ALL OF SAN FRANCISCO'S FILM COMMUNITY WOULD APPLAUD YOUR ROLE IN SAVING THIS WONDERFUL INSTITUTION. THANK YOU!


Quelle: http://campaign.constantcontact.com/render?v=001IP2wby2XJMLeEhJ64UaoEy1d8gdIc-xoiaNd87xikmGWcqiKS75JzFr9BkLhtCHvymN-ZDZLUWA47Um3f3Oe1e82Ij_2MKnqkgR_FSY0mnY%3D

Meldungs-Links:

http://newfillmore.com/2010/08/13/clay-theater-closing

http://articles.sfgate.com/2010-08-23/entertainment/22230855_1_first-run-movies-boarded-up-theater-single-screen

http://sfcitizen.com/blog/2010/08/16/r-i-p-clay-theatre-on-fillmore-1910-2010-rocky-horror-picture-show-on-final-night-august-28th/

http://www.examiner.com/silent-movie-in-san-francisco/historic-clay-theatre-san-francisco-to-close

ATRIUM

Freitag, 4. September 2009

Die Berliner Kino-Ausstellung des Kinomuseum Berlin e.V.

Wie gut, dass die Freunde vom Kinomuseum Berlin e.V. jetzt aktiv werden,
nach einem ersten Vortrag beim jüngsten 5. Globians Doc Fest Berlin im August.

Aus der Pressemeldung von gestern:

EINLADUNG ZUR PRESSEKONFERENZ
am 8. September 2009 um 13 Uhr
in der ASTOR FILMLOUNGE, Kurfürstendamm 225, 10789 Berlin

Das Film-, Theater-, Musik-, Literatur- und Hörspielmagazin SPIRIT -EIN LÄCHELN IM STURM www.spirit-fanzine.de und KINOMUSEUM BERLIN E.V. www.kinomuseum-berlin.de laden herzlich zur Pressekonferenz mit gemeinsamen Veranstaltungen.

Im Foyer der ASTOR FILMLOUNGE die Ausstellung des neu gegründeten KINOMUSEUM BERLIN E.V.

“Raum der Illusionen: Fotoreisen durch Berlins vergessene Kinolandschaften"
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sowie die Filmvorführung von SPIRIT - EIN LÄCHELN IM STURM

“In den Schuhen des Fischers" - eine Oskar-Werner-Hommage anlässlich des 25. Todestages (Vorabvorführung einer Szene während des Pressekonferenz am 8. September 2009)

Der junge Verein KINOMUSEUM BERLIN E.V. verfolgt das Ziel, die historische und aktuelle Entwicklung des Kinowesens in seiner vielfältigen Ausdrucks- und Erscheinungsform zu erhalten, zu pflegen und weiterzuentwickeln, dabei auch seine gesellschaftliche Bedeutung zu fördern und die technischen, künstlerischen, sozialen sowie wissenschaftlichen Traditionen zu beleuchten.

Durch die Integration auch der privaten Sammlerszene werden dokumentarische und technische Materialien sowie deren Präsentation lebendig gehalten.

Elementar für den Verein ist die Durchführung von Filmbandvorführungen, Ausstellungen und Fachtagungen, eine begleitende Unterstützung bei der Restaurierung kinematographischer Erzeugnisse, insbesondere der Wissensvermittlung durch Herausgabe und Verbreitung kinobezogener Fachliteratur, die für die nachhaltige Existenz von musealen und kulturellen Institutionen des Kinowesens in Berlin sorgen.

Schwerpunkte der Arbeit sind die Erforschung der Filmtheaterbiographien, Architekturen und Programme sowie die technologischen Methoden und Ausdrucksmöglichkeiten einer Filmprojektion im kinematograpischen Raum: praktiziert durch Wiedergabe vorrangig von Filmbandoriginalen von Super 8 bis zum Breitfilm auf hochwertigen Bildträgern.
Selten, nie oder zumeist in formatentstellten Versionen gezeigte Filme wie “West Side Story", “Lawrence von Arabien", “Spartacus oder “Das Land des Regenbaums" sollten in den derzeit photographisch besterhaltenen Kopien gezeigt werden, welche seit Jahren oder Jahrzehnten in Berlin nicht mehr zu sehen waren.

Der Verein wird gemeinnützig tätig sein und steht für alle Interessierten offen. Die zukünftige Arbeit soll dann in Fachsektionen erfolgen, um Plattformen für die verschiedensten Interessenbereiche zu ermöglichen.

SPIRIT - EIN LÄCHELN IM STURM www.spirit-fanzine.de präsentiert zu seinem 25jährigen Jubiläum in Zusammenarbeit mit KINOMUSEUM BERLIN E.V. www.kinomuseum-berlin.de und der ASTOR FILMLOUNGE BERLIN http://www.astor-filmlounge.de/astor-film-lounge/historie/ eine Hommage anläßlich des 25. Todestages von Oskar Werner (13.11.1922 - 23.10.1984).

In der ASTOR FILMLOUNGE findet am Sonntag, den 25. Oktober 2009 um 11.00 Uhr eine Sondervorführung der zeitgenössischen 70mm-Roadshow-Kopie “In den Schuhen des Fischers" (“The Shoes of the Fisherman", USA 1968, Regie: Michael Anderson, Panavision 70) statt, mit einem der wohl bestechendsten Leinwandauftritte von Oskar Werner innerhalb der us-amerikanischen Filmindustrie.

Der charismatische Wiener mit der unverkennbaren Sprachmelodik, den Spencer Tracy als “besten Schauspieler überhaupt" bezeichnete, spielt den aufklärerischen Pater David Telemond, der im vatikanischen Konzil Repressionen seiner Glaubensfreiheit ausgeliefert ist. Auch Werners persönliches Credo, der Glaube an Werte dieser Welt, findet in jenem Film sinnfällige Entsprechungen. Produzent George Englund brachte ein herausragendes Schauspielensemble mit den drei größten Hamlet-Darstellern des 20. Jahrhunderts gemeinsam vor die Kamera: Oskar Werner, Laurence Oliver und John Gielgud. Nicht zuletzt beeindruckt in dieser utopisch angelegten Geschichte, die später Entsprechungen in der Realität finden sollte, Anthony Quinn als erster osteuropäischer Papst, Kyril Lakota.

Weitere Vorführungen von Werner-Filmen mit Rahmenveranstaltungen in Berlin sind bereits geplant: darunter die Truffaut-Klassiker “Jules und Jim" (1961) und “Fahrenheit 451" (1966), Anatole Litvaks neorealistisch inspiriertes Spionage-Drama “Entscheidung vor Morgengrauen"(1951), Karl Hartls Mozart-Epos “Reich mir die Hand, mein Leben" (1955) sowie Stanley Kramers Meisterwerk “Das Narrenschiff" (1964), für das Werner jeweils eine Oscar- und Golden-Globe-Nominierung sowie den New-Yorker-Kritikerpreis erhielt. Als Ehrengäste am 25. Oktober werden anlässlich der Vorführung von “In den Schuhen des Fischers" Oskar Werners Sohn Felix als auch Schauspielerkollegin Johanna Matz und die Oskar-Werner-Verehrer Klaus Maria Brandauer und Maximilian Schell eingeladen. Demnächst wird auch Marc Hairapetians Biografie “Oskar Werner - Genie zwischen Tag und Traum" erscheinen. Er hält auch die Einführungen zu den Filmen.

Das Team der Pressekonferenz:
Moderation: Marc Hairapetian,
Herausgeber SPIRIT - EIN LÄCHELN IM STURM, Ko-Autor “Oskar Werner - Das Filmbuch" (Filmarchiv Austria, Wien 2002)
Referenten: Jean-Pierre Gutzeit (Gründer und Vereinsvorsitzender KINOMUSEUM BERLIN E.V.), Uwe Borrmann (Geschäftsführer KINOMUSEUM BERLIN E.V.) sowie Joachim Kelsch (Schatzmeister KINOMUSEUM BERLIN E.V.)

Filmkopienrecherche/Archivgeber:
KINOMUSEUM BERLIN E.V.

Für Rückfragen steht Ihnen Marc Hairapetian unter 0173-4674457 oder unter hairapetian@gmx.de gern zur Verfügung.
Kartenvorbestellung in der ASTOR FILMLOUNGE ab 1. Oktober 2009. Eintrittspreis: 10 EUR. “Großes Kino - fairer Preis!".

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ATRIUM

Mittwoch, 15. Juli 2009

Zwischenruf:
Boulevard der Dämmerung

Trotz des Vorbereitungsdrucks für das bevorstehende 5. Globians Doc Fest Berlin sei mir als Publizist ein kurzer Zwischenruf in Sachen des Berliner Projektes "Boulevard der Stars" gestattet. Als ich im Frühjahr zum ersten Mal von diesem Projekt am Po-Platz hörte, dachte ich wirklich zunächst an einen schlechten Witz und verspäteten Aprilscherz. Da sich dieses Projekt nun aber anscheinend einer ersten Realisierungsphase nähert, bleibt mir als Publizist nur zu konstatieren, dass ich dieses Projekt als Markstein für den Übergang einer ernsthaften Auseinandersetzung mit der Filmgeschichte und Kinokultur seitens der am Potsdamer Platz damit beschäftigten und beheimateten Institutionen hin zum Populismus mit einer großen Portion Grobem Unfug einschätze. Eine Loriot-Ausstellung mag im Fachbereich Fernsehgeschichte noch nachvollziehbar sein, auch wenn man sich fragen musste, warum man einen solch' absehbaren Kassenknüller in einer hoch-subventionierten Kultur-Trutzburg durchführen muss. Die Loriot-Ausstellung wäre privatwirtschaftlich ein Profitcenter gewesen. Nun gut, dann kann man immer mit "Mischkalkulation" argumentieren: man macht den Poplulismus, um sich die "hehre Kultur" für die Wenigen und Elitären noch leisten zu können. Aber gegen welche "hehre Kultur" wird hier nun gegengerechnet?

Sich einer US-amerikanischen Formensprache des Öffentlichkeits-Kultes zu bedienen, um deutsche Film- und Kinogeschichte als Sache des Kultus öffentlich nachvollziehbar zu machen, darauf wären unsere französischen Kollegen in Paris wohl niemals gekommen, weil dort der Zusammenhang zwischen Form und Inhalt verstanden wird, der in Berlin anscheinend eine Fremdsprache ist, die man hierzulande weder versteht noch spricht.

Letztlich kann ich den Drang zur Open-Air-Extension des Filmhauses im Po-Platz nur geomantisch als Unzufriedenheit und Ausbruchsversuch aus dem energetischen Panzerglas-Gehäuse des Gebäudes und seiner spezifischen, energetsichen Geomantie-Topologie werten. Freilich: wenn man mit Geschichte und an der Geschichtsschreibung bzw. -darstellung arbeitet, hat man diesen "Aquariums-Effekt" immer. Damit — in dieser Verstärkerschleife durch die Gebäude-Topologie — umgehen zu können, würde "Herkules-Kräfte" verlangen (wenn mir die begriffliche Repllik gestattet ist). Allerdings verbleibt auch diese Problemzone im gemeinten Projekt von den Handlungsakteuren unreflektiert.

Es ist Mr. CINERAMA sehr für seinen Vernisagenbericht von der Ausstellung der Realisationskonzepte zu danken. Auch ohne Foucault zu zitieren bleibt die Erkenntnis, dass die Arbeit an der Film- und Kinokultur in Berlin in wirklich falschen Händen liegt. Zunächst ist daher dem im Aufbau und in der Planung befindlichen Kinomuseum in Berlin und seinen Vereinsmitgliedern alles erdenklich Gute bei der Realisierung und dem Aufbau zu wünschen, andererseits sollte man wirklich überlegen, ob man die personelle Führungsetage im Hause der "Stiftung Deutsche Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen" nicht besser schnellstmöglich durch französische Kuratoren ersetzt, die für eine dem Gegenstand adäquate Darstellung unserer europäischen Film- und Kinogeschichte in der Gegenwart bestimmt bessere Dienste leisten dürften, als es derzeit der Fall ist.

ATRIUM

Freitag, 3. Juli 2009

Die Berliner Kino-Perspektiven begrüßen das neue Blog des Kinomuseums Berlin e.V.

Die Berliner Kinoperspektiven begrüßen die Neueinrichtung des neuen Weblogs Kinomuseum Berlin rund um die Konzipierung, Planung und Realisierung des Projektes eines Kinomuseums in Berlin durch den Verein Kinomuseum Berlin e.V. und wünschen den Mitgliedern sowie dem Vorstand alles nur erdenklich Gute bei der Umsetzung avancierter Ziele.

Glück Auf also!

Joachim Polzer aka ATRIUM
Berliner Kino-Perspektiven