Posts mit dem Label Filmfestivals werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Filmfestivals werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 6. März 2012

David Bordwell zu den Kolateralschäden der Digitalisierung des Kinos

David Bordwell
http://en.wikipedia..../David_Bordwell
hat seine achtteilige Artikelserie in seinem Blog zum Thema "Pandora's Digital Box" über die ungewollten und ungewünschten Neben-Folgen und Kolateralschäden der Digitalisierung der Filmprojektion des Kinos nunmehr abgeschlossen.

Insbesondere Teil sieben über die Verlagerung des Machtkartells zu Ungunsten der Kinobetreiber und zu Gunsten der Filmvertriebe und Filmproduzenten mit den Mitteln der NOCs (Network Operation Center) seitens der "Integratoren" ist für Kinoleute extrem lesenswert. Alle acht Beiträge sind m.A.n. das derzeit Beste, was man in Tiefe und Weite über diesen technisch bedingten Kulturwandel lesen kann. Für einen Filmhistoriker extrem detailliert auch und gerade in technischen Details dieses Wandels, gerade dort. (Das ist ja meist auch die Schwäche, die man an den kontinentaleuropäischen Filmhistorikern bemängeln kann, da es dort meist sehr am technischen Detailwissen mangelt und die das meistens nur vom Hörensagen verstehen.)

Teil 7 - Notes on NOCs
http://www.davidbord...-on-nocs/print/

Teil 8 bringt die Zusammenfassung der Artikelserie: From Films to Files
http://www.davidbord...to-files/print/

Man darf in Teil 8 nun selbst mutmaßen, ob die Verzögerung der Digitalisierung in den westlichen Ländern um zehn Jahre (nach dem ersten Druck aus Osteuropa und Fernost mit 1,3K und dem Abwarten des US-determinierten 2K- und 4K-DCI-Standards) eher ein Segen war oder genau jenen Fluch erzeugt hat, der zu den ganzen Kolateralschäden führt, die bei Bordwell in seinen acht langen und ausführlichen Artikeln ziemlich detailliert aufgeführt werden.

Links zu den früheren Beiträgen u.a. zu Festivals, Archiven, Small Art House Kinos und Multiplexen, wie an anderer Stelle bereits gepostet, hier:
http://www.davidbord...-pix-and-pixels
http://www.davidbord...at-the-festival
http://www.davidbord...use-smart-house
http://www.davidbord...n-the-multiplex

+++ 

Montag, 27. April 2009

70mm-Festival "Bigger than life" startet in Mailand

Das bereits 5. Festival des 70mm-Film in 2009 erreicht im Mai besonders spektakulär in Mailand einen einstweiligen Höhepunkt. Die Berlinale hatte im Februar mit dem Motto "Bigger than life" die diesjährigen Mammutfestivals begonnen (und das Motto "bigger than life" von 70mm-Festivals des 'National Film Theatre' in London übernommen). Im März folgte das Deutsche Filmmuseum in Frankfurt am Main und bemühte sich trotz geringeren Etats um eine technisch authentischere Projektion, aber auch um aktuelle redaktionalle Beiträge und Essays zum 70mm-Film, die man in Berlin weitgehend vermißte.
Ende April hebt aber auch zum zweiten Male Kopenhagen ab und präsentiert in Dänemark Sternstunden des Breitfilms im historisch nahezu original erhaltenen Roadshow-Theater 'Imperial Bio'. Anfang Mai folgt das jährliche 70mm-Festival der American Cinematheque in Los Angeles, veranstaltet im 'Egyptian Theater' und im 'Aero Theatre' in Santa Monica. Kinomuseum Berlin e.V. bringt ab dem 5. Mai einige 70mm-Filme, die bereits in Frankfurt liefen, um ein weiteres nach Mailand und ersetzt dort Beiträge der Foxfilm, deren Garantiekosten nach dem Berlinale-Publikumszuspruch aus lizenzrechtlichen Gründen in unsagbare Höhen gestiegen waren. Die Fondatione Cineteca Italiana Milano zeigt ihr Festival einerseits im museumseigenen Kino in Spacio Oberdan (ein neoklassizistischer Kinobau, der aus der Retro-Look-Epoche der Mussolini-Ära stammen könnte) sowie im Großmultiplex 'Arcadia' vor den Toren Mailands in Melzo, das mit 30 x 15 Metern über die größte Breitleinwand der Erde verfügt (das Format 2 : 1 war einst für die Projektion von 7omm-Filmen auf 8-Perf.-Material bestimmt, dem sog. System Iwerks 8-70, aber auch Iwerks Sphere). Der riesige Saal verfügt über ein 3-teiliges Parkett, Amphitheater-Auframpungen und 5 diskrete Frontkanäle - im weiteren über die Projektionsformate 35mm, 70mm-Todd-AO, 70mm 8-Perf und 2k DLP-Digital sowie das THX-Sound-System. Ein Vorhang fehlt leider, entspricht aber den in Italien etablierten Ansprüchen und Bedürfnissen. Die Sitzplatzkapazität in Mailand dürfte die aller bisherigen Festivals übersteigen, was auf eine hoffentlich akeptable Auslastung hoffen läßt.

URL http://www.multiplexarcadia.com/mostraEvento.do

CINERAMA
Korrespondentenbericht aus Mailand

Samstag, 25. April 2009

Die Zukunft der Filmfestivals

Als Festivalmacher des Globians Doc Fest Berlin hat mir der Themenschwerpunkt "Die Zukunft der Filmfestivals" mit Debatten einer Reihe von Festivalmachern in Ausgabe #54 // 02.2009 des Filmmagazins "Der Schnitt" vom 15. April sehr gefallen und mich zur gedanklichen Auseinandersetzung mit den dort versammelten Thesen von elf Festivalmachern angeregt. Insbesondere Adam Pughs Forderung nach einem "Zurück zum menschlichen Maßstab" in Fragen der Festivalskalierung fand ich sehr nachvollziehbar, verbunden mit einer von ihm, als dem Kurator des Aurora Festivals von Norwich UK, geforderten Fürsprecherfunktion für Werke und Filmemacher, durchgeführt in kleinen und flexiblen Unternehmungs-Entitäten, um "temporäre Gemeinschaften" hervorzubringen.

Obwohl ich Lars Henrik Gass als Kurator der Kurzfilmtage Oberhausen und seinen Thesen im Vielem nicht zustimmen mag, insbesondere seinem Ruf nach noch erweiterter öffentlicher Umverteilung bei mittlerweile zu groß geratenen Festivalentitäten, kann ich seine Auffassung aber dahingehend nachvollziehen, wenn er schreibt: "Das Kino wird nur als Museum überleben können, als ein Museum aber, wie wir es noch nicht kennen" und zwar als "ein Ort mit technischen, sozialen und kulturellen Sonderbedingungen". Darüber hinaus sollen in Gass' Lesart Filmfestivals zu einer markengestützten Produktgruppe sich erweitern: "Filmfestivals müssen lernen, die Beschränkung auf Ort und Zeit zu überwinden; sie müssen Bücher und DVDs machen, Partys und Konferenzen, sie müssen das bessere Fernsehen sein und die bessere Universität."

Einerseits also weg vom Markt und hin Marke, andererseits aber im Modus Operandi der Festivaldurchführung das menschliche Maß fest im Blick zu behalten, wenn es um die Bildung eines Forums und von Netzwerken in den Zwischenstufen zwischen Publikum und Filmemachern geht.

"Der Schnitt" beweist mit diesem Themenspezial, dass er neben dem schweizer "Film-Bulletin" als zweite gewichtige Stimme der Filmpublizistik auf dem Gebiet der Filmperiodika im deutschsprachigen Raum bestehen kann.

ATRIUM

Samstag, 11. April 2009

Geoff Gilmore

Der ehemalige Leiter des Sundance Film Festivals, Geoff Gilmore, hat im Blog des Tribeca-Medienprojektes eine erste Standortmeldung aus New York City gepostet.

Darin folgende interessante Aussage:

The new world has a global and eclectic face to it for many reasons: international film has changed and prospered, the old art film is rapidly becoming a thing of the past, and the new global independent is seeking to find his/her place on whatever platform is available. Indeed, independent filmmaking is probably at a point where it needs to evolve to continue to have import, where its impact on the landscape of American film and film culture over the last three decades is morphing into something else—something that isn’t entirely familiar.

The world of film festivals is itself transforming and undergoing a reexamination, as just one aspect of this metamorphosis. It has to; otherwise, festivals will be irrelevant in a decade. We live in an age where information is overwhelming, but knowledge is scarce. The generation who now sees films knows far more about cinema, about global filmmaking and independent art and aesthetics than my generation did in the ’70s. But I daresay that it cares about it a lot less. Is this true? Is it a condemnation or a statement of fact?


Quelle: http://www.tribecafilm.com/festival/features/Geoff_Gilmore_Welcome_to_Tribeca.html

ATRIUM

Donnerstag, 9. April 2009

Leonard Nimoy

Wie man bei Filmfestivals einen Coup landen kann, zeigt dieser Blog-Eintrag bei ArtBeats, dem Kultur-Blog der NYT.

ATRIUM

Freitag, 13. März 2009

John Cooper ist neuer Festivalleiter in Sundance

Wie die NYT bereits am 11.03. berichtete, wurde der langjährige Leiter der Festivalprogrammierung John Cooper zum neuen Festivalleiter des Sundance Film Festival in Park City, Bundesstaat Utah (USA), ernannt. Der bisherige Sundance-Leiter Geoffrey Gilmore wechselt nach New York zur Trägergesellschaft des Tribeca Film Festivals in Manhattan.

ATRIUM