Dienstag, 10. März 2009

Die 50 Sinne des Kinos

Von allen Filmmagazinen finde ich die australischen "Senses of Cinema" am Besten: I really like them. Jetzt ist die 50. Ausgabe des Online-Magazins erschienen und das ist allemal ein Grund, die E-Zine hier vorzustellen.

Was mir filmpublizistisch besonders an "Senses of Cinema" gefällt, ist ihr Grenzen überschreitender Charakter, das Cross Boarder Thinking.

Aus dem Impressum:

Senses of Cinema is an online journal devoted to the serious and eclectic discussion of cinema. We believe cinema is an art that can take many forms, from the industrially-produced blockbuster to the hand-crafted experimental work; we also aim to encourage awareness of the histories of such diverse forms. As an Australian-based journal, we have a special commitment to the regular, wide-ranging analysis and critique of Australian cinema, past and present.


Dieses sich Kümmern um den australischen Film kommt uns beim Globians Doc Fest sehr entgegen; Australien überrascht uns bei den Filmeinreichungen zum Festival immer wieder und scheint mir als Dokfilmland sehr im Kommen zu sein.

Das schließt natürlich nicht aus, dass man uns Berlinern von Down-Under aus auch eine Lektion in Sachen BIGGER THAN LIFE erteilen kann; gab es doch gerade damit vor wenigen Wochen hier vor Ort erhebliche Schwierigkeiten bei der Grammatik des kinotechnischen Durchdeklinierens. Und die Lektion dürfte auch darin liegen, aufzuzeigen, dass jedweder Einsatz menschlicher Werkzeuge stets einen Januskopf trägt, ob es sich nun um Kortison oder um DP70 handelt. Bei Nick Ray hieß die Konsequenz dann (in der Lesart von Adrian Danks): "a closet despot carried away by his own petty expressions of power". War das etwa der tiefer gemeinte Sinn beim Berliner "Bigger Than Life"-Versuch ? -- Vorsicht bei Titeln und Etiketten ist also immer anzuraten.

Nachdem beim 365er-Filmkanon im Berliner ARSENAL ja gerade Powell/Pressburgers "A Matter of Life and Death" rausgeschmissen wurde (wie man bei Martin Schwarz in Zitty nachlesen konnte), sei noch eine BLACK NARCISSUS draufgelegt.

Zu guter Letzt darf ich mich hier noch als Fan der Filme von Antonioni entblößen. Senses of Cinema #49 brachte zur Körperpolitik von Antonioni folgenden Beitrag: Naked Bodies and Troubled Souls: Antonioni and the Ways of the Flesh

ATRIUM

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